Beratung/Ausbildung Tierhaltung/Tierpsychologie

Tierhaltung/Tierpsychologie

Staatlich kontrollierter und zugelassener Fernlehrgang, staatl. Zulassungsnummer 7151805

Das besondere Ausbildungskonzept:

Durch Fernunterricht entspanntes Lernen zu Hause. Präsenzunterricht nur bei denjenigen Ausbildungsinhalten, die ein persönliches Erscheinen erfordern.

Die Fachfortbildung wurde von einem unabhängigen Gutachter geprüft und von der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht zugelassen. Ausbildungskonzepte, -inhalte, Informationsmaterial und Ausbildungsverträge des BTB-Bildungswerk unterstehen einer laufenden staatlichen Kontrolle!

Die Tierhaltungs-Beratung

Die Aufgaben des Tierhaltungsberaters ist grob in zwei Richtungen zu gliedern. Die erste beschäftigt sich mit den klassischen Nutztieren, die aus wirtschaftlichen Gründen gehalten werden. Der Hauptaugenmerk richtet sich hierbei auf das Verständnis für das natürliche Verhalten der jeweiligen Spezies und die entsprechenden Umweltbedingungen, die Grundlage für die Aufklärung von Störungen bei den Nutztieren sind. Durch eine Änderung z.B. der Besatzdichte, Trennung von problematischen Tieren, Modifizierung der Fütterung, Gewährung von Freilauf, können Störungen reduziert werden, was zu einer erhöhten wirtschaftlichen Effizienz führt. Der Tierhaltungsberater fördert durch eine Haltungsumstellung nicht nur das Wohlbefinden der Tiere, sondern erhöht den wirtschaftlichen Nutzen für den Halter.

Der zweite Bereich des Haustierberaters befaßt sich mit den Haustieren, die am täglichen Familienleben teilhaben und aus nichtkommerziellen Zwecken gehalten werden. Als Gefährten und Individuen werden sie als Familienmitglieder betrachtet. Die Menschen fühlen sich an sie gebunden. Selbst bei gravierenden Störungen sind die Tierbesitzer heutzutage nicht mehr ohne weiteres bereit, sich von ihrem Schützling zu trennen und investieren viel Zeit, Energie und Geld, um Probleme zu lösen und nicht leichtfertig ihr Tier euthanasieren zu lassen.

Umfragen ergaben, dass nahezu 50 % der Hunde- und Katzenbesitzer das Verhalten ihrer Tiere in bestimmten Situationen als problematisch ansehen. Manche Verhaltensauffälligkeiten kommen nur gelegentlich vor oder sind an ein bestimmtes Alter gebunden, andere Verhaltensweisen können aber für die Familie gravierende Ausmaße haben. Wurden früher Tiere, die eine Belastung für ihr Umfeld darstellten, getötet, besteht heute eine verstärkte Nachfrage nach kompetenten Beratern.

Während der Tierarzt aufgrund der Limitierung seiner Behandlungszeit sich in der Regel nur den somatischen (körperlichen) Problemen seiner Patienten widmet, kann der Tierhaltungsberater eingehend auf Probleme, die nicht im körperlichen Bereich liegen, eingehen. So hat er beispielsweise die Möglichkeit, die familiäre Situation vor Ort zu beurteilen und kann damit gezielte Vorgehensweisen anregen. Er verfügt über ein breites Spektrum an Fachwissen und Hintergrundwissen und ist damit der geeignete Ansprechpartner in allen Fragen der Tierhaltung.

Die Tierverhaltensberatung ist in den letzten beiden Jahrzehnten in den USA zu einem regen Betätigungsfeld geworden, aber auch in Großbritanien hat sie sich bereits etabliert und das Interesse der Tierhalter an diesem Gebiet wächst zunehmend auch in anderen europäischen Ländern. Hervorzuheben ist hierbei, dass sich das Tätigkeitsfeld des Tierhaltungsberaters von dem des Tierverhaltesberaters dahingehend unterscheidet, dass nicht nur eine Beratung hinsichtlich Verhaltensauffälligkeiten erfolgt, sondern alle Fragen, die mit der Tierhaltung verbunden sind, angesprochen werden können.

In Deutschland sucht der Tierhalter noch vornehmlich Rat bei Züchtern, Tierärzten oder Trainern. Der Berater für Haustiere kann als gezielter Ansprechpartner aufgrund seines reichen Wissenrepertoirs sowohl in Fragen der Tierhaltung fungieren als auch maßgeblich an der Aufklärung von Ursachen für Verhaltensstörungen mitwirken. Ein Betätigungsfeld, das, wie die Zunahme an Artikeln in Fachzeitschriften belegt, zunehmend Nachfrage erfährt. Um der Bedeutung des Hundes in der Haustierhaltung Rechnung zu tragen, beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig im ersten und zweiten Studienbrief mit dem Thema Hundehaltung.

Unter Berücksichtigung der Verbreitung des Hundes, allein in Europa und den USA werden 100 Millionen Tiere gehalten, und ihrer Bedeutung als Sozialpartner für den Menschen, ist nicht sehr viel über das Hundeverhalten geforscht und veröffentlicht worden. Auf das Verhalten des Urvaters aller Hunde, den Wolf, muss auch heute noch zurückgegriffen werden, denn wir erkennen den Wolf im Verhaltensrepertoir des Hundes immer noch wieder. Nachdem der Hund eine symbiotische Beziehung mit dem Menschen eingegangen ist, haben sich die Regeln im Überlebenskampf für ihn drastisch geändert. Der Mensch sorgt für die Nahrungsbeschaffung, das Erbeuten der Mahlzeiten entfällt.

Die natürlichen Instinkte des Hundes sind nicht mehr gefragt. Der Alltag ist für den Hund nicht mehr gefährlich, natürliche Feinde und Konkurrenten entfallen. Aus der Diskrepanz zwischen genetisch fixierten Verhaltensweisen und den Anforderungen an einen sozialverträglichen Partner resultieren häufig Spannungen. Der Hund zeigt sich "verhaltensauffällig". Dieser Lehrgang macht es sich zur Aufgabe, Personen, die beruflich dem Tierhalter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, dahingehend zu schulen, Probleme bezüglich der Hundehaltung und ihre Ursachen zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Neben der Betrachtung der Lebensweise der Wölfe soll das Aggressionsverhalten der Hunde erklärt und der Absolvent dieses Studienganges in die Lage versetzt werden, Lösungsmöglichkeiten im Umgang mit aggressiven Hunden zu entwickeln. Die meisten Hundeprobleme sind sehr individuell. Das Verständnis für die Hundepsyche wird zum Beispiel durch die Abschnitte " Sozialisation" und "Kommunikation des Hundes" vertieft. Der Lernende soll in die Lage versetzen werden, den Hundebesitzer anzuleiten, durch praxisrelevante Maßnahmen unerwünschte Verhaltensweisen zu korrigieren.

Neben dem Schwerpunkt der Psychologie des Hundes vermittelt dieser Lehrgang Kenntnisse über erforderliches kynologisches Wissen (Kynologie - griechisch - Lehre vom Hund, seiner Zucht und Abrichtung) , das den Lernenden befähigt, anfallende Fragen der Tierbesitzer zu beantworten und die Hundehaltung positiv zu beeinflussen.

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